5 Dinge, die du über Federweißer wissen solltest.

Endlich ist es wieder soweit. Der heiße Sommer scheint vorbei zu sein, die ersten Herbstgefühle kommen auf. Zeit für die Weinlese. Zeit für Federweißer. Was genau Federweißer ist, wie er gelagert werden sollte und wozu er am besten schmeckt möchte ich euch heute in meinem Weinblog verraten. 

 

Was genau ist eigentlich Federweißer?

Federweißer (auch Bremser, neuer Wein, Sturm oder Sauser genannt) wird in unserem Weingut hauptsächlich aus der frühreifen Traubensorte Ortega oder auch Müller-Thurgau "hergestellt". Erst einmal machen wir nichts anders als bei der üblichen Weinlese. Die Trauben werden gelesen, zuhause im Weingut kommen sie auf die Presse, der Traubensaft fängt an zu gären. Bei ca. 5 % vol. Alkohol geht der Federweißer unfiltriert in den Verkauf. Zu den Wochenenden haben wir meistens einen etwas "süßeren" und einen "weiteren" Federweißer vorrätig. Ihr könnt natürlich vorab probieren. 

 

Warum darf Federweißer nur stehend gelagert werden?

Die Gärung ist bei 5 % vol. Alkohol natürlich noch nicht abgeschlossen (ein "richtiger" Wein hat ca. 11 - 14 % vol. Alk.). Der verkaufte Most gärt in der Flasche oder in dem Behälter weiter. Dadurch entsteht ständig neues Kohlendioxid welches entweichen muss. Wir verkaufen daher unsere Flaschen mit einem kleinen Loch im Deckel - so sind wir auf der sicheren Seite, das Kohlendioxid entweicht, die Flasche kann nicht platzen. Damit auch kein einziger Tropfen des Federweißer verschüttet wird - immer stehend lagern und transportieren. 

 

Muss ich alles auf einmal trinken?

Wie bereits erwähnt, der Federweißer gärt weiter. Dadurch wird immer mehr Zucker in Alkohol umgewandelt. Die Süße verschwindet. Wenn ihr zuhause jedoch der Meinung seid, dass er so genau richtig ist - ab in den Kühlschrank damit. Das verlangsamt die Gärung und der Federweißer bleibt länger "süß und süffig". Das geht natürlich auch anders herum. Ist euch der Federweißer noch zu süß - dann einfach bei Zimmertemperatur aufbewahren und immer mal wieder einen Schluck probieren. Bis er genau richtig ist. 

 

Wann genau gibt es eigentlich Federweißer? Und wie lange?

Wir starten in unserem Weingut in diesem Jahr am 4. September mit dem Federweißerverkauf. Pauschalisieren lässt sich das allerdings nicht. Je nach Weinjahr kann das ganz unterschiedlich ausfallen. Fakt ist, von der Weinblüte bis zur Weinlese sind es ca. 100 Tage. So kann man die Zeit bereits im Frühjahr bzw. frühen Sommer ungefähr vorhersagen. Und wie lange? Auch das lässt sich leider nicht pauschalisieren. Je nach Wetterlage kann die Weinlese 5 - 7 Wochen, oder auch nur 3 Wochen dauern. Lediglich in dieser Zeit gibt es Federweißer. 

 

Zu was schmeckt Federweißer am Besten?

"G`schmacksach hat der Aff` gsacht." Klaus mag dazu am liebsten die typisch fränkische Brotzeit mit Presssack oder Leberwurst. Karin den Zwiebelkuchen. Ich den Flammkuchen. Und andere wiederum trinken ihn am liebsten solo. Er passt einfach perfekt in den Herbst. 

An unserem Federweißerabend am 22. September gibt es zum Federweißer unsere typisch fränkischen Wurstsorten, außerdem Gerupften und Kochkäse. So wie wir es nach der Weinlese gerne zur Brotzeit hätten. Schaut vorbei. Ab 18 Uhr im Innenhof. 

 

 

 

Federweißerverkauf bei Schäfers Weingut. Ab 4. September. Zu unseren gewohnten Öffnungszeiten. 

Dienstag - Freitag 14.30 - 18.00 Uhr

Samstag 10.00 - 15.00 Uhr (Abweichungen durch die Weinlese möglich - wir sind in diesem Zeitraum auf jeden Fall bis 18 Uhr im Weingut)